Bilder, die Räume öffnen wie Fenster

Heinz Ohff im Tagesspiegel am 24.09.1985

Die kleine Dependance Nothelfers in Riehmers Hofgarten hat noch nie so geräumig gewirkt. Nur jeweils drei große Ölbilder von Hermann Krauth passen hinein (die wöchentlich gewechselt werden), dazu ein paar Gouachen. Aber das genügt völlig. Krauth malt Bilder die Räume öffnen wie Fenster. Man blickt in eine gestische Welt, die Körperhaftes mit Verve (und einiger Sinnlichkeit) interpretiert. Nach den Themenkreisen "Kakteen" und "Akte" konzentriert er sich in letzter Zeit auf Köpfe, die zwischen Portrait und Gesichtslandschaft gelagert scheinen und deren bewegte Dynamik gerade in der Enge der Kleingalerie überzeugend - weil nahezu den Betrachter bedrängend - zum Ausdruck kommt. Er gehört noch immer zu den wenn auch keineswegs mehr ganz geheimen Sammlertips: ein bereits anerkanntes Talent mit noch erschwinglichen Preisen.

Heinz Ohff, geboren 1922, gestorben am 24. Februar 2006 in Berlin, war von 1961 bis 1987 Feuilletonchef des Berliner »Tagesspiegel«. Von ihm liegen zahlreiche Biographien vor, unter anderem über Königin Luise von Preußen, Karl Friedrich Schinkel, Fürst Pückler-Muskau, Theodor Fontane und die Könige Preußens sowie die »Gebrauchsanweisung für England« und die »Gebrauchsanweisung für Schottland«. Er veröffentlichte auch unter dem Pseudonym N. Wendevogel.

Alle Gemälde - bis auf die, welche Museen oder Sammlungen zugeordnet sind - sind direkt bei Hermann Krauth erwerbbar.

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Hermann Krauth

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